Die Psychologie hinter guten Präsentationen

Die Psychologie hinter guten Präsentationen

Warum manche Präsentationen im Kopf bleiben – und andere schon beim Verlassen des Raumes verschwinden.

Warum erinnern wir uns an manche Präsentationen noch Tage später – und an andere kaum bis zur nächsten Kaffeepause?

Die Antwort liegt nicht nur in den Inhalten.

Unser Gehirn entscheidet ständig, was relevant ist, was Aufmerksamkeit verdient und was im Gedächtnis bleibt.

Wer gut präsentieren will, kann sich dieses Wissen aus der Psychologie zunutze machen.

1. Aufmerksamkeit braucht einen Grund

Unser Gehirn filtert. Es kann nicht alles gleichzeitig aufnehmen.
Deshalb sollte eine Präsentation nicht mit zehn Minuten Vorgeschichte beginnen, sondern mit etwas, das für das Publikum relevant ist:

Eine überraschende Frage. Eine Beobachtung. Ein Problem. Ein Bild. Eine Geschichte.

Nicht: „Heute möchte ich Ihnen unser neues Projekt vorstellen.“
Sondern vielleicht:

„Was würde passieren, wenn wir dieses Projekt nicht umsetzen?“

Neugier öffnet die Tür zur Aufmerksamkeit.

Das sogenannte Signaling Principle aus der Forschung zum multimedialen Lernen beschreibt genau diesen Effekt: Wichtige Informationen sollten visuell oder sprachlich hervorgehoben werden, damit die Aufmerksamkeit gezielt gelenkt wird (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017);  Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

2. Unser Gehirn liebt Geschichten

Zahlen und Fakten sind wichtig. Aber allein bleiben sie oft abstrakt.

Eine Geschichte gibt Informationen einen Zusammenhang. Sie zeigt, wer betroffen ist, was auf dem Spiel steht und warum etwas wichtig ist.

Genau deshalb bleiben Geschichten häufig besser im Gedächtnis als eine Aneinanderreihung von Fakten.
Eine gute Präsentation nimmt Menschen mit auf eine kleine Reise:

Wo stehen wir? Was ist die Herausforderung? Was verändert sich? Und wo wollen wir hin?

Forschung zum Segmenting Principle zeigt, dass komplexe Inhalte besser verarbeitet werden können, wenn sie in überschaubare Abschnitte gegliedert werden (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

3. Weniger bleibt eher hängen

Eine überladene Folie zwingt das Gehirn zur Schwerstarbeit.

Zu viel Text. Zu viele Zahlen. Zu viele Botschaften.

Die bessere Frage lautet:

Was ist das Wichtigste, das mein Publikum aus dieser Folie mitnehmen soll?

Eine Botschaft pro Folie ist oft wirkungsvoller als fünf.

Denn Klarheit schafft kognitive Entlastung – und damit Raum für das Wesentliche.

Mayers Forschung unterscheidet zwischen Verarbeitung, die zum Verständnis beiträgt, und extraneous processing – also geistiger Verarbeitung, die durch unnötige Informationen verursacht wird. Das Coherence Principle besagt deshalb: Unnötige Elemente sollten entfernt werden (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

4. Emotion macht Bedeutung

Wir sind keine Computer.

Was uns berührt, überrascht oder persönlich betrifft, bekommt mehr Aufmerksamkeit als neutrale Information.

Das bedeutet nicht, dass jede Business-Präsentation emotional dramatisch werden muss.

Aber sie sollte beantworten:

Warum ist das wichtig? Für wen? Was steht auf dem Spiel?

Denn erst wenn Menschen Bedeutung erkennen, wird aus Information etwas Relevantes.

5. Bilder sprechen nicht nur schneller – sie sprechen anders

Ein gutes Bild kann einen komplexen Sachverhalt in Sekunden verständlich machen.

Eine Metapher kann einen abstrakten Gedanken greifbar machen.

Ein Diagramm kann Zusammenhänge sichtbar machen.

Dabei gilt: Das Bild sollte die Botschaft unterstützen – nicht dekorieren.

Ein hübsches Stockfoto macht eine schlechte Botschaft nicht besser.

Ein treffendes Bild kann eine gute Botschaft dagegen unverwechselbar machen.

Menschen verarbeiten Informationen über unterschiedliche Kanäle. Die Forschung zum multimedialen Lernen geht von getrennten, aber miteinander interagierenden Verarbeitungswegen für verbale und visuelle Informationen aus.
Die sogenannte Multimedia Principle-Forschung zeigt, dass Menschen unter geeigneten Bedingungen besser lernen, wenn relevante Wörter mit relevanten Bildern kombiniert werden als durch Worte allein (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

6. Menschen erinnern sich an Erlebnisse

Und schliesslich: Eine Präsentation ist keine Einbahnstrasse.

Wer Menschen nur zuhören lässt, nutzt einen Teil ihres Potenzials.

Eine Frage, eine kurze Reflexion, ein Perspektivenwechsel oder ein kleines Experiment macht aus Zuhörenden Beteiligte.

Und genau das verändert die Wirkung.

Menschen erinnern sich eher an das, was sie selbst gedacht, gefühlt oder erlebt haben.

Praktischer Tipp: Mach den Gehirn-Check

 

Bevor du deine nächste Präsentation hältst, prüfe sie mit fünf Fragen:

👀 Aufmerksamkeit:
Was bringt mein Publikum dazu, wirklich zuzuhören?

🧭 Orientierung:
Ist jederzeit klar, wo wir stehen und wohin wir gehen?

❤️ Bedeutung:
Warum sollte dieses Thema für mein Publikum wichtig sein?

🧠 Erinnerung:
Was soll eine Woche später noch im Kopf sein?

🙋 Beteiligung:
Wo dürfen die Menschen selbst denken, entscheiden oder erleben?

Wenn du diese fünf Punkte bewusst einbaust, wird aus einer Präsentation mehr als eine Informationsübertragung.

Sie wird zu einer Reise, auf der Menschen verstehen, warum etwas wichtig ist – und was sie damit anfangen können.

Gute Präsentationen sprechen nicht nur zum Kopf.
Sie holen den ganzen Menschen ab.

Besser präsentieren heisst: verstehen, wie Menschen verstehen.

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Körpersprache beim Präsentieren: Was du sagst, bevor du sprichst

Körpersprache beim Präsentieren: Was du sagst, bevor du sprichst

Warum deine Wirkung nicht erst mit dem ersten Satz beginnt.

Du betrittst den Raum. Stellst dich vorne hin. Blick ins Publikum.

Noch bevor du „Guten Morgen“ sagst, hat dein Publikum bereits etwas wahrgenommen.

Deine Körpersprache.

Wie du stehst. Wohin du schaust. Wie du dich bewegst. Wie du atmest. Ob du Raum einnimmst – oder dich klein machst.

Körpersprache ist deshalb beim Präsentieren kein Zusatzprogramm.

Sie ist Teil deiner Botschaft.

Präsenz beginnt mit Haltung

Eine aufrechte, stabile Körperhaltung signalisiert Präsenz.

Das bedeutet nicht: Brust raus, Bauch rein und möglichst wenig bewegen.

Es geht um etwas viel Einfacheres:

Stehe so, dass du dich selbst sicher fühlst.

Beide Füsse am Boden. Schultern locker. Atmung frei. Körper aufgerichtet.

Wer körperlich ankommt, kann auch mental ankommen.

Blickkontakt schafft Verbindung

Wer auf eine Folie, den Laptop oder seine Notizen schaut, kommuniziert unbewusst:

„Das hier ist gerade wichtiger als ihr.“

Natürlich darfst du auf deine Folien schauen.

Aber die wichtigste Person deiner Präsentation ist nicht dein Bildschirm.

Es sind die Menschen vor dir.

Blickkontakt schafft Verbindung, Aufmerksamkeit und Vertrauen.

Nicht alle gleichzeitig anstarren – sondern einzelne Menschen wirklich anschauen und den Blick weiterwandern lassen.

Hände sind keine Gegner

Viele Menschen wissen beim Präsentieren plötzlich nicht mehr, wohin mit ihren Händen.

In die Hosentaschen? Verschränken? Hinter dem Rücken verstecken?

Die gute Nachricht:

Deine Hände dürfen mitreden.

Gesten können Aussagen unterstützen, Grössenverhältnisse zeigen, Unterschiede verdeutlichen und Emotionen transportieren.

Dabei gilt nicht „mehr ist besser“.

Sondern:

Natürlich ist besser als einstudiert.

Bewegung braucht einen Grund

Auf der Bühne hin und her zu laufen, macht noch keine Präsenz.

Im Gegenteil: Permanente Bewegung kann das Publikum ablenken.

Bewege dich deshalb bewusst.

Zum Beispiel:

Ein neuer Gedanke → ein neuer Standort.

Eine wichtige Aussage → stehen bleiben.

Eine Frage ans Publikum → Blickkontakt und Ruhe.

So bekommt auch deine Bewegung eine Bedeutung.

Und dann ist da die Stimme

Körpersprache endet nicht bei Händen und Füssen.

Auch Stimme, Sprechtempo, Pausen und Atmung gehören zu deiner Wirkung.

Wer nervös ist, spricht häufig schneller.

Wer unsicher ist, wird leiser.

Wer zu viel sagen will, lässt kaum Pausen.

Dabei kann gerade eine Pause unglaublich wirkungsvoll sein.

Sie gibt dem Publikum Zeit zu denken – und dir Zeit zu atmen.

Praktischer Tipp: Der Körpersprache-Check

 

Nimm dich bei der nächsten Präsentationsprobe 60 Sekunden mit dem Smartphone auf.

Nicht um deine Folien zu kontrollieren.

Sondern nur dich.

Schau danach einmal mit ausgeschaltetem Ton zu.

Frage dich:

👣 Haltung: Wirke ich präsent und stabil?

👀 Blick: Schaue ich mein Publikum an – oder hauptsächlich meine Folien?

🙌 Hände: Unterstützen meine Gesten meine Botschaft?

🚶 Bewegung: Bewege ich mich bewusst oder aus Nervosität?

⏸️ Pausen: Halte ich wichtige Momente aus?

Und die wichtigste Frage:

Würde ich mir selbst gerne zuhören?

Wenn die Antwort noch nicht ganz „Ja“ lautet: nicht verzweifeln.

Körpersprache ist keine Prüfung, die man bestehen muss.

Sie ist ein Werkzeug, mit dem du deine Persönlichkeit sichtbar machen kannst.

Dein Körper spricht immer mit.
Sorge dafür, dass er dasselbe sagt wie du.

Besser präsentieren heisst nicht, eine Rolle zu spielen.
Es heisst, präsent zu sein.

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Was die Hirnforschung über gute Präsentationen verrät

Was die Hirnforschung über gute Präsentationen verrät

Warum unser Gehirn keine PowerPoint-Datei ist – und was das für wirksames Präsentieren bedeutet.

Unser Gehirn liebt Ordnung.

Es sortiert, filtert, vergleicht und sucht nach Mustern. Gleichzeitig ist seine Verarbeitungskapazität begrenzt.

Für Präsentierende bedeutet das eine einfache Konsequenz:

Wer alles sagen will, erreicht am Ende oft weniger.

Die Hirnforschung liefert einige spannende Hinweise darauf, wie wir Informationen so vermitteln können, dass Menschen zuhören, verstehen und sich erinnern.

1. Aufmerksamkeit ist begrenzt

Während einer Präsentation konkurriert deine Botschaft mit vielen anderen Reizen: Smartphone, Gedanken, Geräusche, Müdigkeit – und der Frage, was es wohl zum Mittagessen gibt.

Das Gehirn filtert deshalb ständig.

Relevanz gewinnt.

Beginne also nicht unbedingt mit Hintergrundinformationen, sondern mit dem, was für dein Publikum interessant oder wichtig ist:

Eine Frage. Ein überraschender Fakt. Ein Problem. Eine konkrete Situation.

Erst Aufmerksamkeit. Dann Information.

2. Das Gehirn braucht Struktur

Eine Fülle von Informationen ohne erkennbaren Zusammenhang ist anstrengend zu verarbeiten.
Menschen wollen wissen:

Wo stehen wir? Wo geht es hin? Warum ist das wichtig?

Deshalb hilft eine klare Dramaturgie.

Zum Beispiel:
Ausgangslage → Herausforderung → Lösung → nächster Schritt

Das ist mehr als eine schöne Struktur. Es gibt dem Gehirn einen roten Faden.

Und ein roter Faden macht komplexe Inhalte leichter verständlich.

Wenn komplexe Inhalte zu schnell und ohne ausreichende Struktur präsentiert werden, kann eine Form von kognitiver Überlastung entstehen (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

3. Arbeitsgedächtnis: Weniger ist mehr

Unser Arbeitsgedächtnis kann nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten.

Eine Folie mit 14 Bulletpoints, einem Diagramm, drei Zahlen und einem langen Zitat ist deshalb selten ein Geschenk.

Sie ist eine Denksportaufgabe.

Besser:

Eine klare Aussage.

Eine visuelle Unterstützung.

Ein Gedanke nach dem anderen.

Und wenn etwas nicht unbedingt verstanden werden muss, um die Kernbotschaft zu erfassen:

Weg damit.

Reduktion ist keine Vereinfachung des Themas.

Sie ist eine Verbesserung der Kommunikation.

Die Annahme einer begrenzten Verarbeitungskapazität besagt: Menschen können nicht unbegrenzt viele Informationen gleichzeitig verarbeiten. Das sogenannte Coherence Principle empfiehlt, irrelevantes Material zu reduzieren (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

4. Bilder schaffen Anker

Unser Gehirn verarbeitet visuelle Informationen auf besondere Weise.

Ein gutes Bild, eine Metapher oder eine einfache Visualisierung kann deshalb helfen, einen abstrakten Gedanken greifbar zu machen.

Aber Achtung:

Bild ist nicht gleich Dekoration.

Ein Bild sollte etwas erklären, emotionalisieren oder einen Gedanken verankern.

Wenn es nur hübsch aussieht, kann es meistens auch weg.

Fokus:

Bild ist nicht gleich Dekoration.<br />
Ein Bild sollte etwas erklären, emotionalisieren oder einen Gedanken verankern.<br />

Bild: vereinfachtes Modell

Theorie des multimedialen Lernens: visuelle und verbale Informationen werden über unterschiedliche Verarbeitungssysteme aufgenommen, wobei beide Systeme begrenzte Kapazitäten haben. Lernen entsteht unter anderem dadurch, dass ausgewählte Informationen organisiert und miteinander sowie mit Vorwissen verknüpft werden (Richard E. Mayer, Cognitive Theory of Multimedia Learning; Using Multimedia for E-Learning; Journal of Computer Assisted Learning (2017); Mayer & Pilegard, Principles for Managing Essential Processing in Multimedia Learning).

5. Emotion hilft beim Erinnern

Was uns berührt, überrascht oder persönlich betrifft, bekommt eher unsere Aufmerksamkeit.

Deshalb dürfen Business-Präsentationen durchaus Emotionen enthalten.

Nicht künstlich.

Nicht dramatisch.

Sondern relevant.

Was bedeutet das für Menschen? Was steht auf dem Spiel? Warum lohnt es sich, etwas zu verändern?

Eine Zahl informiert.

Eine Bedeutung bleibt eher hängen.

6. Das Gehirn liebt Aha-Momente

Ein besonders wirksamer Moment in einer Präsentation ist der Moment, in dem etwas zusammenpasst.

„Ach so!“

Eine gute Präsentation liefert deshalb nicht einfach fertige Antworten.

Sie führt Menschen gedanklich dorthin, dass sie Zusammenhänge selbst erkennen können.

Eine Frage kann dabei oft mehr bewirken als eine weitere Folie.

Praktischer Tipp: Der Hirn-Check für deine nächste Präsentation

 

Bevor du deine Präsentation abschickst, prüfe sie einmal nicht aus Sicht des Experten – sondern aus Sicht des Gehirns deines Publikums:

👀 Aufmerksamkeit:
Was ist mein stärkster Einstieg?

🧭 Struktur:
Ist der rote Faden jederzeit erkennbar?

🧹 Reduktion:
Welche Information kann weg?

🖼️ Visualisierung:
Welche Botschaft könnte ein Bild oder eine einfache Grafik besser vermitteln?

❤️ Bedeutung:
Warum sollte mein Publikum das wichtig finden?

💡 Aha:
Wo entsteht der Moment: „Jetzt verstehe ich es“?

Und dann kommt der vielleicht wichtigste Test:

Was soll 24 Stunden später noch im Kopf sein?

Wenn du darauf keine klare Antwort hast, wird es deinem Publikum vermutlich ähnlich gehen.

Gute Präsentationen überfordern das Gehirn nicht.
Sie führen es.

Besser präsentieren heisst deshalb auch: verstehen, wie Menschen Informationen aufnehmen – und daraus eine Präsentation machen, die nicht nur gehört, sondern verstanden und erinnert wird.

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Auftrittskompetenz: Nicht die Folien entscheiden – sondern Du

Auftrittskompetenz: Nicht die Folien entscheiden – sondern Du

Du kannst fachlich brillant sein, Deine Zahlen kennen und eine perfekte PowerPoint erstellt haben. Und trotzdem kann es passieren, dass Deine Botschaft nicht ankommt.

Warum?

Weil Präsentieren nicht nur bedeutet, Informationen weiterzugeben. Es bedeutet, Menschen zu erreichen.

Genau hier beginnt Auftrittskompetenz.

Was macht einen guten Auftritt aus?

Wenn ich Menschen trainiere, geht es nicht einfach darum, gerade zu stehen, langsamer zu sprechen oder Blickkontakt zu halten.

Es geht um die Frage:
Was passiert mit mir, wenn plötzlich alle Augen auf mich gerichtet sind?
Werde ich nervös? Spreche ich schneller? Will ich alles perfekt machen? Verliere ich meinen roten Faden? Oder schaffe ich es, präsent zu bleiben und mein Gegenüber wirklich mitzunehmen?

Auftrittskompetenz bedeutet für mich deshalb nicht, keine Nervosität zu haben.
Sie bedeutet, trotz Nervosität präsent und handlungsfähig zu bleiben.

Diese Fähigkeit ist trainierbar.
Vom Auftritt zur Wirkung.
Doch ein souveräner Auftritt allein reicht nicht.

Die entscheidende Frage lautet:

Was soll bei meinem Publikum hängen bleiben?

Nicht: Was möchte ich alles erzählen?

Sondern: Was soll mein Gegenüber verstehen, fühlen oder danach tun?

Damit verändert sich eine Präsentation grundlegend.

Denn es geht nicht darum, möglichst viele Informationen auf möglichst viele Folien zu packen. Es geht um eine klare Botschaft, einen roten Faden, eine verständliche Geschichte und eine Form der Visualisierung, die Inhalte im Kopf verankert.

Genau hier setzt Besser Präsentieren mit dem Workshop «Präsi-Profi» an.

Menschen und ihre Präsentationen entscheiden. Nicht die Folien.

Besser präsentieren bedeutet nicht, schöner zu präsentieren.<br />
Sondern wirkungsvoller zu kommunizieren.<br />

©Copyright: Ancilla Schmidhauser & Helene Schoch

Bei Besser Präsentieren verbinden wir Auftrittskompetenz mit Storytelling, Visualisierung und klarer Kommunikation.

Unser Ansatz: Keine Folienschlacht. Keine reine Informationsvermittlung. Sondern echte Wirkung.

Im Workshop „Präsi-Profi“ geht es darum, komplexe Inhalte auf den Punkt zu bringen, eine klare Kernbotschaft zu entwickeln, Vertrauen aufzubauen und Menschen zu erreichen – im Pitch, im Meeting, vor der Geschäftsleitung oder auf der Bühne.

Dabei verbinden wir Erkenntnisse aus Psychologie, Neurologie und Konsumentenforschung mit Storytelling, Visualisierung und konkreter Business-Praxis.

 

Was ich aus dem Sport mit ins Business nehme

Meine Arbeit kommt stark aus dem Sport. Und dort zeigt sich immer wieder:

Leistung allein reicht nicht.

Du kannst perfekt vorbereitet sein und trotzdem im entscheidenden Moment nicht das abrufen, was eigentlich in Dir steckt.

Genau dasselbe erleben Menschen im Business:

Beim wichtigen Pitch.
Bei der Präsentation vor der Geschäftsleitung.
Im Kundengespräch.
Bei einer Moderation.
Oder wenn plötzlich jemand sagt: „Kannst Du das kurz erklären?“

Dann zählen Fokus, Selbststeuerung, Präsenz und die Fähigkeit, schnell auf den Punkt zu kommen.

 

Auftrittskompetenz ist trainierbar

Du kannst lernen, mit Nervosität umzugehen.

Du kannst lernen, Deine Botschaft zu reduzieren.

Du kannst lernen, Geschichten zu erzählen und Inhalte sichtbar zu machen.

Und Du kannst lernen, einen Raum einzunehmen, ohne Dich hinter PowerPoint zu verstecken.

Denn eine perfekte Folie kann eine schlechte Botschaft nicht retten.

Eine gute Botschaft braucht manchmal überhaupt keine Folie.

Meine Top 5 für einen wirkungsvollen Auftritt

 

  1. Kenne Deine eine Kernbotschaft.
    Wenn Dein Publikum nur einen Satz mitnimmt – welcher soll es sein?
  2. Sprich für Dein Publikum, nicht für Deine Folien.
    Frage Dich: Was interessiert, bewegt oder beschäftigt mein Gegenüber?
  3. Reduziere statt zu überladen.
    Weniger Informationen können mehr Wirkung erzeugen.
  4. Nutze Story & Visualisierung.
    Menschen erinnern sich nicht nur an Fakten – sie erinnern sich an Zusammenhänge, Bilder und Geschichten.
  5. Sei präsent – nicht perfekt.
    Deine Persönlichkeit ist kein Störfaktor Deiner Präsentation. Sie ist ein Teil ihrer Wirkung.

Denn am Ende zählt nicht, wie viele Folien Du gezeigt hast.

Es zählt, was bei den Menschen angekommen ist.

Besser präsentieren bedeutet deshalb nicht, schöner zu präsentieren.
Sondern wirkungsvoller zu kommunizieren.

Erfahre mehr über das Präsentationstraining von Helene Schoch & Ancilla Schmidhauser.

Der nächste Präsentationskurs «Präsi-Profi»: 5. November 2026

Wie Du Deine Präsentation «snack-able» machst und Dein Zielpublikum abholst

Wie Du Deine Präsentation «snack-able» machst und Dein Zielpublikum abholst

✅ Edutainment
Von Bullet-Points übersäte und mit Texten in kleiner Schrift vollgepflasterte Folien waren früher Standard. Leider sieht man sie heute noch immer wieder und ahnt, welches Leiden sie beim Zielpublikum auslösen. Heute ist Storytelling ein MUSS, das Inhalte mit Hilfe einer Storyline, Bildern, Videos, usw. Zielpublikum-gerecht transportiert und für Information und Unterhaltung sorgt. Die professionelle Aufbereitung ist heute ebenfalls ein MUSS.

✅ Interaktivität
Die kürzere Aufmerksamkeitsspanne (insbesondere bei virtuellen und hybriden Präsentationen) und Anforderungen unseres Gehirns machen die Aufbereitung von Inhalt in sogenannten Snacks erforderlich. Snacks sind kleine, leicht verdauliche (sprich verständliche) Informationen, angereichert mit einer Portion Unterhaltung. Ein wichtiger Aspekt sind Interaktionen: Das Zielpublikum möchte nicht nur angesprochen, sondern eingebunden werden. Engagement wird möglich z.B. durch Umfragen, Chats, Q&A-Tools, usw.

✅ Hybrid und virtuell
Häufig finden Präsentationen virtuell oder gleichzeitig physisch und virtuell (hybrid) statt. Hier sinkt die Aufmerksamkeitsspanne aufgrund der virtuellen Müdigkeit schneller. Gleichzeitig zeigt sich bei beiden Formen eine höhere Hemmnis des Zielpublikums, mit den Präsentierenden in Interaktion zu treten. Ein Chat ermöglicht es den Teilnehmenden, sich mit weniger Hemmung zu äussern, auch bei kritischen Fragen und eröffnet Dialoge. Der Inhalt muss erst recht unterhaltsam, auf den Punkt sein und einer Struktur folgen. Die Anzahl der Slides sowie deren Inhalt muss entsprechend reduziert sein, die Inhalte sollten möglichst viele Sinne ansprechen (Bilder, Videos, Audios, usw.) und für Überraschung sorgen.

✅ Technische Kompetenzen
Plattformen wie Zoom, MSTeams, usw. sowie die Tools für Interaktion und Engagement wie Mentimeter, Padlet, Miro, usw. müssen beherrscht werden, ebenso die unterschiedlichen Setups von Kamera, Ton, Licht, usw. für die hybride und virtuelle Präsentation.

✅ KI
Tools wie PowerPoint nutzen KI für Designvorschläge, Designtools wie Canva ermöglichen einfach Design, und adaptive Systeme wie Emotion AI passen Inhalte in Echtzeit an die Reaktion des Publikums an.

Die 5-Schritte-Snack-Regel

 

  1. Vorbereitung
    Analysiere Dein Zielpublikum: Was wollen die? Was wissen sie? Was ist für die relevant? Was überrascht die? Was sind sie bereit zu leisten? Haben sie Präferenzen? Usw.
  2. Storyline & Storytelling
    Was ist die Kernbotschaft? Was soll das Zielpublikum im Kopf und Herz mitnehmen? Was tun? Baue die Storyline z.B. mit Hilfe des 3-Akters, verteile die Rollen, vergib die relevante Helden-/Heldinnenrolle. Baue Spannung ein sowie die entsprechenden Interaktionen für die Einbindung. Innerhalb der einzelnen Akte kannst Du nochmals in die 3-Akte untergliedern, für sehr komplexe Inhalte eine grosse Erleichterung für das Zielpublikum. Generell gilt: weniger ist mehr und je einfacher, desto besser. Wir überschätzen in der Regel den Expertenstatus und die Aufnahmefähigkeit des Zielpublikums.
  3. Präsentationsmittel und Interkationstools
    Erstelle die Slides und alle weiteren Mittel für die Präsentation und Interaktion. Flip Charts, eigene Skizzen/Visualisierungen, Gegenstände und andere haptische Mittel sind starke Differenzierungsmittel und heben Dich hervor. Denke an die Menge von Inhalt pro Slide (Schriftgrösse, Bilder, Anzahl Slides pro Zeiteinheit, usw.).
  4. Testen
    Teste vorab Deine Präsentation und hole Dir Feedback ein. Den Perspektivenwechsel vorzunehmen, gelingt uns selbst (insbesondere am Anfang) nicht so einfach. Hilfreich ist hier die ehrliche Aussensicht einer Testperson. Nimm Anpassungen vor.
  5. Üben
    Bist Du unsicher oder möchtest überzeugen, dann übe im Vorfeld. Nimm Dich auf und teste, was Du hörst und siehst. Wie findest Du es, wenn Du ehrlich mit Dir bist? Wir haben blinde Punkte und übersehen gerne, dass wir das Zielpublikum nicht anschauen oder nur einen Teil anschauen, uns ständig hin und her bewegen, Füllwörter wie «ääähhh» benutzen. Auch das simultane Bedienen von Powerpoint, der Chat-Funktion, Licht, usw. braucht Übung.

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In unseren Kursen lernst Du, wie Du eine überzeugende Präsentation aufbereitest, Dein Zielpublikum analysierst, die Storyline entwickelst, Storytelling anwendest, eigene kraftvolle Visualisierungen erstellst und einbindest und Dein Zielpublikum überzeugst.

Hier findest Du die nächsten Kursdaten, Kundenstimmen und weitere Informationen 

Warum sich ein Visualisierungs-Workshop für Dich als Business-Mensch lohnt – und wie eine Teilnehmerin den Bundesrat überzeugte

Warum sich ein Visualisierungs-Workshop für Dich als Business-Mensch lohnt – und wie eine Teilnehmerin den Bundesrat überzeugte

Stell Dir vor, Du hast eine komplexe Botschaft, die Du in kürzester Zeit einer wichtigen Entscheidungsträgerin oder einem Entscheidungsträger vermitteln musst. Die Fakten sind vielschichtig, die Zusammenhänge kompliziert – und trotzdem muss Dein Gegenüber sofort verstehen, worum es geht. Genau hier setzt Visualisierung an.

Wir erleben immer wieder, wie Menschen in unseren Workshops überrascht sind, wie viel Klarheit und Wirkung sie mit einfachen Bildern erzielen können. In unseren Workshops vermitteln wir nicht nur die Grundlagen des Storytellings, sondern zeigen auch, wie Du Deine persönliche Story in ein Bild übersetzt – und damit Business-Fakten auf den Punkt bringst.

Eine Geschichte aus unserem Workshop-Alltag

Eine Teilnehmerin sagte gleich zu Beginn: „Ich will eigentlich nur vom Storytelling profitieren, mein Thema ist viel zu komplex für ein Bild.“ Sie arbeitete an einem hochkomplexen Projekt, das sie einem Bundesrat vorstellen musste. Die Herausforderung: In nur 20 Minuten sollte sie erklären, was die Situation ist, wo die Probleme liegen und welche Rolle der Bund einnehmen kann.

Im Präsentationsworkshop entwickelte sie – entgegen ihrer eigenen Erwartung – eine klare Story und ein einfaches, aber aussagekräftiges Bild. Mit dieser Visualisierung konnte sie dem Bundesrat die Lage so verständlich machen, dass er sofort die richtigen Schlüsse zog. Die Folge: Die Umsetzung gelang, der Bundesrat stand trotz schwieriger Ausgangslage gut in der Öffentlichkeit da und die Teilnehmerin wurde für ihre Klarheit und Überzeugungskraft gelobt.

Was kannst Du daraus für Dich mitnehmen?
Hier die 3 wichtigsten Take-aways:

  • Komplexität wird greifbar: Auch scheinbar unüberschaubare Themen lassen sich mit der richtigen Visualisierung verständlich machen – für jede Zielgruppe.
  • Du überzeugst schneller: Ein gutes Bild und eine klare Story helfen Dir, in kurzer Zeit auf den Punkt zu kommen und Entscheidende zu gewinnen.
  • Du bleibst im Gedächtnis: Wer Fakten in Geschichten und Bilder verpackt, wird nicht nur besser verstanden, sondern auch erinnert.

Fazit:

Ein Tag, den Du in Visualisierung und Storytelling investierst, zahlt sich vielfach aus – für Dich, Dein Team und Dein Unternehmen. Du wirst sehen: Deine Botschaften kommen an, werden verstanden und setzen etwas in Bewegung.